Gesangverein Harmonie 1865 Goldbach e.V.
 

Chronik

Chronik des Gesangverein Harmonie 1865 e.V.

oder ...

woher wir kommen

Eine kurze Zusammenfassung unserer Verinsgeschichte:

1865 - Gründung

Im Sommer 1865 wurde von 18 Männern und "Jünglingen" in unserem Heimatdorf (die Anzahl entsprach rund 1% der damaligen Einwohnerschaft) der heute älteste Verein Goldbachs, der Gesangverein "Harmonie" Goldbach gegründet. Jakob Stenger ging aus ihrer Mitte als 1. Vorsitzender hervor.

Lehrer E. Koebert übernahm das Amt des 1. Dirigenten. Oberlehrer M. R. Mantel engagierte sich als ausgezeichneter Gesangslehrer und Betreuer. (In der Goldbacher Schule waren dammals 2 Lehrer tätig.)

Zum Probelokal wurde das Gasthaus "Goldenes Rad" (heute Uhrengeschäft Tuchbaum) gewählt und sollte dies für 100 Jahre bleiben.

Die klar umrissenen Zielsetzungen, die die Grundlage der Vereinstätigkeit bildeten, sind im Gründungsprotokoll wie folgt verankert und auch heute noch lesenswert:

  1.  Alle rohen und schlechten Straßen- und Wirtshausgesänge zu verscheuchen
  2.  Durch sittliches Verhalten und gutes Benehmen die Jugend zu erbauen
  3.  Durch Gesänge in der Kirche die Ehre Gottes nach Kräften zu fördern.
  4.  Durch Gesänge im Vereinslokal sich im Gesang auszubilden, zu unterhalten und Gelegenheitsfeste zu unterstützen.
  5.  Darüberhinaus in kurzen zwischenräumen den Vereinsmitgliedern Unterhaltung und Vergnügen in eigenen Produktionen zu gewähren

(Anmerkung zu PKT. 1 u. 2.: Aufgrund einer in der Ortschronik von Goldbach nachzulesenden Verordnung der Gemeindeverwaltung hatten diese Zielsetzungen zur damaligen Zeit einen sehr konkreten Hintergrund.)

Bereits am 19. Nov. 1865 hatte der junge Verein "durch bewundernswerten Eifer" zum ersten Mal einen öffentlichen Auftritt und feierte sein erstes Stiftungsfest.

1868 - Erwerb der ersten Vereinsfahne









Das Fest der Fahnenweihe wurde gebührend gefeiert. (diese Fahen wird auch heute noch, nach rund 140 Jahren, bei besonderen anlässen gezeigt.)

1870/17

Trotz der Wirren des Deutsch-Französichen Krieges konnte der Verein - vor allem in den folgenden Jahren - eine lebendige und wirkungsvolle Tätigkeit entfalten.

1893

Schreinermeister und Bürgermeister Lorenz Heim übernahm die Leitung des Vereins (bis 1952).
Unter seiner sehr glücklichen Hand entwickelte sich der Verein zu einem wesentlichen Kulturträger von Goldbach. Neben Lieder- und Theaterabenden, Gartenfesten, Ausflügen, Weihnachtsfeiern und Faschingsveranstaltungen wurde 1905 und 1915 das 40 bzw. das 50-jährige Stiftungsfest gefeiert.

1914 - 1918

Während des 1. Weltkrieges wurde ein großer Teil der aktiven und passiven Mitglieder zum Militärdienst einberufen. Der Verein hatte einige Gefallene Mitglieder zu beklagen.

1919

Am 1. Februar wurde wieder mit Gesangsproben begonnen. (Goldbach hatte inzwischen 2741 Einwohner) Im Mai des Jahres wurde dem Verein ein "Mädchen" Frauenchor angegliedert. Er zählte bei Gründung 32 Sängerinnen.

1922

Beitritt zum "Maintal-Sängerbund"

An den in der Folge alljährlich stattfindenden Wertungssingen nahm der Verein stets erfolgreich teil.
(Inflationszeit, ein Schneidermeister hatte im Okt. d. J. ein Monatsgehalt von 200 Mio. Mark)

1925

(Leichte Konjunkturerholung nach Einführung der Rentenmark und Erhalt von Auslandskrediten.)

Schneidermeister Franz Schwind übernahm die Leitung des Vereins (es ist zu vermuten, dass der im Volksmund gebrauchte Name "Stehkragensänger" für die Harmoniesänger nicht von der Schwindschen Kragengestaltung herrührt).
Er führte den Verein mit großem persönlichem Engagement für einen zeitraum von 23 Jahren. Eine bdeutende Feier war der 60. Geburtstag der Harmonie Goldbach.

1931

Teilnahme am Sängerbundesfest in Aschaffenburg.

1932

Teilnahme am deutschen Sängerbundesfest in Frankfurt.

(Bei der Reichstagswahl erzielte die NSDAP in Goldbach 11,5 % der Stimmen, SPD und Bayerische Volkspartei, der Vorgängerin der CSU. lagen mit rd. 40 % etwa gleichauf.)

1935

Fest anlässlich der 70-jährigen Vereinsgründung. Das 75. Gründungsfest (1940) wurde wegen des Weltkrieges nur in sehr überschaubarem Rahmen gegangen. Der 2. Weltkrieg forderte allein unter den Sangesbrüdern elf Opfer!

1938

Auf Anweisung der damaligen "Machthaber" mussten die jüdischen Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen werden.
Einer von Ihnen, Herr Fredi Schönfeld (Jahrgang 1924), ist heute unser Ehrenmitglied. Sein Vater Heinrich - aktives Harmoniemitglied - wurde durch einen Sangesfreund vor der beschlossenen Internierung gewarnt und konnte mit seiner Familie rechtzeitig in die USA emigrieren.
Fredi Schönfeld ist heute ein gern gesehener Gast in Goldbach, besonders in der "Harmonie - Familie".

1946

Trotz schwierigster Umstände gelang es einigen unverzagten Männern mit Franz Schwind an der Spitze im Mai d. J. das Flämmchen des Vereinslebens neu zu entfachen. Ende diesen Jahres zählte der Verein wieder 145 aktive und passive Mitglieder, binnen weniger Jahre waren es wieder mehr als 200.

1947

Unter Chorleiter Josef Zenglein konnte in jenem Jahr mit großem Erfolg das erste Konzert der Nachkriegszeit aufgeführt werden. Gerade in dieser Zeit der Armut, des Hungers und der Verzweiflung war dieses Konzert ein sehr wichtiges gesellschaftliches Ereignis.

Verpflichtung des Dirigenten Ottmar Geißler.
Mit ihm wurde hinsichtlich anspruchsvoller Musikliteratur eine neue Ära eingeleitet. (Er komponierte den "Spessartgruß" wie auch sämtliche Chöre für die "Schweinheimer Passionsspiele".

1950

Sebastian Fuchs wurde neuer Vorsitzender des Vereins. Ihm ist es zu verdanken, dass neben der Förderung des Liedgutes die Pflege der Geselligkeit innerhalb des Vereins eine große soziale Bedeutung hatte.

1962

Heinrich Zang wurde neuer Vorsitzender und begleitete dieses Amt mit Weitblick und großem Engagement bis 1979.

1965

Nach genau 100 Jahren wurde der "Grüne Baum" heute "Courseulles-(Park-)Platz" neues Vereinlokal.

1972

Karl-Heinz Wissel wurde als neuer Dirigent verpflichtet und leitete den Chor bis 2003.

Besonders herausragnde Ereignisse während seiner Ära: 1973 Der Gesangverein Harmonie wurde durch die Öffnung für weibliche Stimmen zum gemischten Chor. Dieser nunmehr gemischte Chor hatte zahlreiche Erfolge bei Wertungssingen des Maintal-Sängerbundes mit "sehr guten" und "hervorragenden" Ergebnissen.

1979

Emil Fuchs, bislang 2. Vorsitzender, übernahm die Leitung des Vereins. Ihm ist es zu verdanken, dass der neu gegründete Frauenchor ein fester Bestandteil der Harmonie blieb.

Anlässlich des 100. Geburtstages der weltweiten Vereinigung der "Schlaraffia" Auftritt in Stuttgart. Aus 254 Kehlen (verstärkt durch "Wissel-Chöre" von Großwallstadt, Mömlingen und Niedernberg) erklang die "Hymne an die Freude".

Ebenso wurde das Festkonzert zum 100-jährigen Bestehen der Schlaraffia Aschaffenburg in der Pfarrkirche "Unser Lieben Frau" mit einer Uraufführung der Festkantate "Die Friedensfeier" von Gebhard Ottmann durch den Chor der Harmonie zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Das "Feuerwehrhaus" von Goldbach wurde neues Probenlokal der "Harmonie".
Manch wehmütiger Gedanke an viele Feste, farbenprächtige Tanzveranstaltungen und Faschingsfeiern im "Grünen Baum" mag wieder hochgekommen sein, als später die Abrissbirne ihre Aufgabe erledigte.

1980

Jubiläumskonzert (115 Jahre Harmonie) Aufführung von Orffs "Catulli Carmina" unter Beteiligung des Kammerorchesters Würzburg. 1982 Aufführung der "Lukas Passion" am Palmsonntag von und mit Komponist Prof. Josef Zilch.

1984

wurde Horst Burger zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. 12 Jahre führte er den Verein mit viel Umsicht. als Dank für seine großen Verdienste während seiner Amtszeit wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1985

Jubiläumskonzert mit Werken der Romantik von Brahms, Bach, Händel, Schumann und Schubert.

1988

in der Kirche "St. Maria Immaculata" Weihnachtskonzert mit "Messe in G-Dur" von Schubert und "Messias" von Händel.

1990

Krönender Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Harmonie Goldbach bildete ein Opernkonzert mit dem Symphonieorchester aus Plauen, das damals kurz nach dem Wegfall der Grenze innerhalb Deutschlands aus Thüringen anreiste.

1993

Silvesterkonzert im Stadttheater Amberg mit Aufführung von "Beethovens Neunte".

1994

Konzert in der Staatsoper Prag anlässlich des 135-jährigen Bestehens des weltweiten Bundes "Schlaraffia".

1995

Zum 130-jährigen Bestehen der Harmonie Goldbach (der Chor setzte sich aus 46 Sängerinnen und 44 Sängern zusammen) Konzert mit dem Radiosymphonieorchester Pilsen und Solisten. Als Höhepunkt dirigierte Prof. Josef Zilch, München, Schillers "Ode an die Freude", den Schlusschor aus der Symphonie Nr 9 s-Moll von Beethoven.

1996

Emil Fuchs ist wieder 1. Vorsitzender des Gesangvereins Harmonie Goldbach. Horst Burger hatte sich nach 12 Jahren "Amtszeit" nicht mehr zur Wahl gstellt.

Kurz vor der "Gegenwart" sei erwähnt, dass der Verein seit 1970 mit dem "1. Maifest am Stutz" eine Goldbacher Institution geschaffen hat, die aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Mit nahezu allen Vereinsmitgliedern (und verstärkt durch Freunde des Vereins) gelingt es immer wieder an einem der schönsten Flecken Goldbachs eine Gelegenheit zur angenehmen Unterhaltung bei köstlicher Verpflegung und allermeist gutem Wetter unter weiß-blauem Himmel oder Zelt anzubiieten. Seit vielen Jahren trägt das Maifest dazu bei, Goldbach lebens- und liebenswert zu machen (und ist hauptverantwortlich für die gesunde wirtschaftliche Situation des Vereins).

Neben den alljährlichen, teils mehrtägigen Ausflügen der Vereinsmitglieder vom Bodensee bis in den Harz, vom Elsaß bis nach Wien pflegte der Verein sowohl festliche Gottesdienste, bedeutende Familienjubiläen, Hochzeits- und Geburtstage gesanglich bzw. musikalisch zu verschönern und ihnen eine unverwechselbare und einmalige Note zu geben.

2001

Die erste Vereinsfahne aus dem Jahre 1868 wurde restauriert. Sie ist die zweitälteste Fahne im Landkreis Aschaffenburg.

2003

Dipl. Musiklehrer Heinz-Peter Rausch, ein Schüler von Ottmar Geißler, wurde im März d. J. von den aktiven Mitgliedern zum Dirigenten gewählt. Mit ihm hat der Verein einen jungen, dynamischen und hochmusikalischen Dirigenten, der mit Sicherheit der "Harmonie" neue perspektiven eröffnet.

2005

Bei der 130. Generalversammlung wird Horst Burger wieder als Vorstand gewählt. Er versiehrt dies Amt, das bei der Harmonie seit einigen Jahren dreigeteilt ist, zusammen mit Gudrun Wenzel und Willi Lippert, die sich zur Wiederwahl stellen. Emil Fuchs stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nach neun Jahren nicht mehr zur Verfügung.

Am Sonntag, dem 9. Oktober 2005 feierte der Gesangverein mit einem Jubiläumskonzert sein 140-jähriges Bestehen. Unter dem Motto "... und Sagen und Lieder ertönen im Rund ..." wurden Werke von Johannes Brahms, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Johann Strauß und Friedrich Smetana vorgetragen. Der Gesangverein wurde unterstützt vom Jungen Kammerorchester des Landkreises Aschaffenburg, den Pianisten Chi-Yin Daniela Dang und Joachim Reinhuber und den Solisten Sonja Müller und Ralf Emge. Die Gesamtleitung hatte unser Chorleiter Heinz-Peter Rausch. Mehr als 1.100 Zuhöhrer lauschten gespannt den Klängen und Liedern und brachten ihre Begeisterung durch lang anhaltenden Beifall zum Ausdruck.

2007

In einer Feierstunde in der Schöntalweinstube wurde unser früherer Chorleiter ADC Karl-Heinz Wissel für seine 30-jährige fruchtbare und erfolgreiche Chorleitertätigkeit in unserem Verein zum Ehrenchorleiter ernannt.

Vorstand Horst Burger rief noch einmal die vielfältigen Ereignisse dieser langen Zeitspanne in Erinnerung und bedankte sich beim Jubilar für die gelungenen großen Konzerte und Aufführungen, die vielen gemütlichen Stunden und die lange, gute Zusammenarbeit.
Herr Wissel nahm mit großer Freude die Ehrenurkunde in Empfang. Anschließend dirigierte er noch einmal altbekannte Melodien.
Als Dankeschön für die geleistete Arbeit wurde von den Vorsitzenden Gudrun Wenzel und Willi Lippert ein Geschenk und ein Blumengebinde überreicht.

2008

Bei der 133. Generalversammlung wurde Volker Hageböck als Vorstand gewählt. Er versieht dieses Amt zusammen mit Willi Lippert und Otmar Lippert. Horst Burger stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Er hat dieses Amt zuvor schon von 1984 bis 1996 inne. Willi Lippert dankte ihm für seine langjährige, verantwotungsvolle Arbeit zum Wohle des Verins.

Am 13. April 2008 führte der Gesangverein Harmonie den 1. und 2. Teil der Schöpfung von Joseph Haydn in der voll besetzten Kirche St. Maria Immaculata auf. Begleitet vom Jungen Kammerorchester des Landkreises Aschaffenburg sangen Esther Hock (Sopran-Gabriel), Ralf Emge (Tenor-Uriel) und Stefan Claas (Bass-Rafael) die Solopartien. Die Gesamtleitung lag in Händen unseres Chorleiters Heinz-Peter Rausch.

Die Zuhöhrer verfolgten die Aufführung, die mit dem Chor "Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" (Ludwig van Beethoven) eröffnet wurde, mit großer Spannung und Begeisterung und sie bedankten sich mit lang anhaltendem Beifall bei den Mitwirkenden für die hervorragende Interpretation.

Vom 13. bis 15. Juni feierte der Maintal-Sängerbund sein 150-jähriges Bestehen mit vielen Veranstaltungen in Aschaffenburg. Der Gesangverein Harmonie Goldbach sang zusammen mit dem Madrigalchor und dem Kammerchor Ars antiqua im Abschlußkonzert in der Stadthalle Aschaffenburg den Gefangenenchor aus Nabucco und Zigeunerleben von Robert Schumann.

2010

Das 145-jährige Bestehen feierte der Gesangverein Harmonie mit einem Festkonzert am 17. Oktober in der Kultur- und Sporthalle in Goldbach.
Vor gut 1000 Besuchern wurden zu Beginn Lieder von Beethoven und Brahms dargeboten. Neuland betrat der Verein durch die Einbindung des Kinder- und Jugendchores der Evang. Kirche. Sie begeisterten das Publikum mit dem Urwaldsong und mit einem Medley zu The Lion King von Elton John. Die Einstudierung der Chorwerke und die Leitung des Kinder- und Jugendchores lagen in den Händen von Frau Toursel.

Der Gesamtchor setzte das Programm fort mit einem Querschnitt zu "Phantom of the opera" von Andrew Lloyd Webber. Hierbei wurde der Chor von den Solisten Esther Hock (Sopran) und Daniel Müller (Bass) und der Joan Reens Rock-Band begleitet.

Im 2. Teil folgten Opernchöre aus: Die verkaufte Braut (Chor der Landleute), Zar und Zimmermann (Begrüßungschor), Nabucco (Gefangenenchor) und Aida (Triumphmarsch).
Esther Hock (Sopran) begeisterte die Zuhörer mit der Arie Sempre libera aus La Traviata. Bei allen Darbietungen im 2. Teil spielte das Junge Kammerorchester des Landkreises Aschaffenburg. Die Gesamtleitung lag in den bewährten Händen unseres Chorleiters Heinz-Peter Rausch.

Mit viel Charme und Humor moderierte Wolfgang Mauler, der im Kostüm aus der Gründerzeit des Chores (1865) auftrat, das Festkonzert.

Das Publikum bedankte sich mit langanhaltendem Beifall bei den Akteuren, die sich mit einer Zugabe revanchierten.

2011

Nach dreijähriger Amtszeit stellte sich Volker Hageböck bei der 136. Generalversammlung am 27. Februar erneut zur Wahl und wurde einstimmig wieder gewählt. Auch Willi Lippert wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt und beide nahmen unter großem Beifall die Wahl für weitere drei Jahre an.

Otmar Lippert stellte sich nicht mehr zur Wahl und schied nach 33 Jahren Zugehörigkeit zur Vorstandschaft aus seinem Amt aus. Er begleitete seit 1978 unter anderem das Amt des Kassiers, Protokollführers und Vorstands. Volker Hageböck dankte ihm für seine langjährige Tätigkeit und übereichte ein Geschenk als Anerkennung seiner Verdienste. Das Amt des Vize-Dirigenten wird er auch weiterhin wahrnehmen.

Im Verlauf des Jahres gestaltete der Chor bei mehreren Mitgliedern den Gottesdienst anläßlich ihrer Goldenen Hochzeit. Desweiteren nahmen wir an der Goldbacher Serenade am 31. Juli teil.

Der Jahresausflug führte uns am 24. juni nach Heidelberg, wo wir in der Stitskirche einige Liedvorträge unter der Leitung von Otmar Lippert darboten. Eine Stadt- und Schlossführung brachte uns die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt nahe.

Mit einem Jahresgottesdienst für die Lebenden und Verstobenen Mitglieder des Vereins am 26. November in der Nikolauskirche und einer vorweihnachtlichen Feier im Landgasthaus Adler beendeten die "Harmoniesänger" das Vereinsjahr 2011.

2012

Der Jahresausflug führte uns am 30. Juni nach Mainz, wo wir in mehreren Gruppen eine Stadtführung unternahmen. Orts- und sachkundige Führer begleiteten uns durch die Altstadt und durch den Mainzer Dom. Im Anschluss an die Führung sang der Chor im Dom  unter der Leitung von Otmar Lippert einige Chöre. Viele Dombesucher lauschten aufmerksam der Darbietung und spendeten dankbar Applaus. nach einem gemeinsamen Mittagessen im Augustinerkeller besichtigten viele Teilnehmer noch die Stephanskirche mit ihren berühmten Chagallfenstern. Karl-Heinz Pradel gab den Besuchern einige Informationen zur Kirche und zur Entstehung der Fenster. Zum Ausklang hatten die Organisatoren Ingrid Soucek-Sauerwein und Birgit Schneider ein Weingut nahe Ingelheim ausgesucht. Bei herrlichem Sommerwetter genossen wir den Abend auf der Terasse bei Gesang und einem guten Schoppen.

Am 16. Dezember verstarb unser Ehrenchorleiter Karl-Heinz Wissel im Alter von 85 Jahren. Über 30 Jahre leitete er den Chor und führte ihn zu vielen Erfolgen. Unter seiner Leitung wurde 1973 der Frauenchor gegründet. Mit Herrn Wissel veranstaltete der gemischte Chor mit großem Erfolg viele Konzerte mit verschiedenen Orchestern im In- ung Ausland. Der Chor erwies seinem Ehrenchorleiter beim Requiem in der Stiftskirche am 2. Januar 2013 die letzte Ehre. Anschließend begleiteten wir den Verstorbenen im Stadtfriedhof Aschaffenburg zu seiner letzten Ruhestätte. Der Gesangverein Harmonie 1865 e.V. wird seinen Ehrenchorleiter stets ein ehrendes Andenken bewahren.

2013

Nach 10-jähriger Chorleitertätigkeit beendete Herr Heinz-Peter Rausch im Mai 2013 seine Zusammenarbeit mit dem Gesangverein Harmonie auf eigenen Wunsch. Herr Rausch hatte im März 2003 die Nachfolge von Karl-Heinz Wissel angetreten.

Am 7. Mai 2013 leitete Herr Rausch zum letzten Mal eine Chorprobe des Gesangvereins. Vorstand Volker Hageböck erinnerte bei seiner Abschiedsrede an die gelungenen Konzerte und Auftritte, die Herr Rausch mit viel Geduld, großem Können und Einfühlungsvermögen einstudiert und durchgeführt hat.

Mit einem Blumenpräsent bedankte sich der Chor für die gute und erfolgreiche zusammenarbeit. Wir wünschen Herrn Rausch alles Gute, besonders Gesundheit und weiterhin große musikalische Erfolge bei seinen diversen Engagements.

Als neuen Chorleiter begrüßt die Harmonie am 14. Mai 2013 Herrn Dr. Willi Wagner, wohnhaft in Hofstetten. Herr Wagner ist seit 25 Jahren Chorleiter und unterrichtet auch an der "Bayerischen Musikakademie" in Hammelburg als Dozent. Der Chor freut sich auf den neuen Dirigenten und wünscht gutes Gelingen und eine gute Zusammenarbeit.

Am 20. Oktober 2013 ehrte der Gesangverein Harmonie 1865 e.V. mit einem Gedenkgottesdienst und einer Feierstunde seine Sängerinnen für 40 Jahre Singen im Chor. Der Chor gestaltete den Festgottesdienst und die Feierstunde feierlich mit. Michael Rudert vom Sängerkreis Aschaffenburg überbrachte während der Feierstunde die Glückwünsche des Deutschen Chorverbandes und des Maintal-Sängebundes. Vorstand Volker Hageböck zeichnete die Geschichte zur Gründung des Frauenchores in seiner Festansprache mit vielen Details eindrucksvoll nach.

Von den 16 Frauen der ersten Stunde zeichnete er noch neuen Frauen für 40 Jahre aktives Singen aus. Die Vorstandschaft überreichte Ihnen und vier weiteren, jetzt passive Gründungsmitglieder, ein Geschenk. Den drei verstorbenen Gründungsmitglieder wurde im Gottesdienst gedacht.

Leider war diese Feier die letzte Veranstaltung mit unserem noch jungen Chorleiter Dr. Willi Wagner. Am 22. Oktober 2013 teilte er dem Chor während der Chorprobe mit, dass er aus beruflichen Gründen den Chor nicht weiter dirigieren könne. Sein berufliches Umfeld verändert sich durch die Verlagerung seines Arbeitsplatzes und häufige Reisetätigkeit so massiv, dass regelmäßige Proben nicht gewährleistet werden können.

2014 Der Verein hat eine neue Dirigentin

Frau Elisabeth Neyses wurde mit großer Mehrheit zur neuen Chorleiterin gewählt. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Musikhochschule in Frankfurt. Meisterkurse für Liedgesang rundeten ihre Ausbildung ab. Neben ihren sängerischen Engagements arbeitet sie als Chorleiterin mit Jugend- und Erwachsenenchören. Außerdem ist sie eine gefragtee Dozentin für Stimmbildung für den Deutschen Chorverband.

Am 28. Juni 2014 fuhr der Gesangverein nach Weikersheim und Creglingen. In Weikersheim hatten wir eine Führung durch das Schloss. Im Anschluß an die Führung gab es ein Platzsingen im Schloßhof, dirigiert von Isolde Lang.

2015

der Text wird noch erarbeitet

2016

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